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Wasserfreuden

Der vierte Tag meines Ostseesommerurlaubs ist angebrochen.

Ich schätze mich glücklich, diesen auf einer Motoryacht zu verbringen. Es verfügt über allerlei Komfort, den mein von der Zivilisation verwöhnter Körper zu schätzen weiß: Herd, fließend warmes und kaltes Wasser, WC, Dusche innen und außen, Kühlschrank und sogar eine Heizung. Auf letztere bin ich bei Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad im Boot bereit zu verzichten. Mit plötzlich einbrechenden Schneestürmen rechne ich nicht.

Auf den Einbau einer Klimaanlage hat der Bootsbauer verzichtet. Ich entbehre sie nicht. Die nähere Umgebung des Bootes bietet mir Abkühlung mit allen Raffinessen.

Naturidentisches Nass ringsherum. Der Originalfarbton, ein sattes Grünbraun, wurde bei der Auswahl beibehalten, um Schwimmelementen in diversen Pflanzenformen einen passenden Hintergrund zu verleihen.

Auch für Deko wird gesorgt. In regelmäßigen Abständen lassen Nachbarboote Salatblätter an fettigem Dressing zu Wasser. Wer mag, kann diese statt Slalomhütchen für die sportliche Betätigung verwenden.

Dann und wann drehen Motorboote endlos lange Runden. Die Abgaswolken der Zweitakter wabern über die Wasseroberfläche. Ganz klar, um den natürlichen Zustand der Wasseranlage zu erhalten, wird auf die Zugabe von Chlor verzichtet. Keine Bakterie wird eine Nase voll unverbranntem Benzin-/Ölgemisch überleben.

Einige Meter weiter spielt ein Vater mit seinem Fünfjährigen im dezent gesalzenen Wasser. Der Junge liegt auf dem Rücken des Mannes, umschlingt mit seinen Ärmchen dessen Hals. Auf Kommando holen sie tief Luft, tauchen unter und erst nach mehreren Sekunden wieder auf. Die beiden haben einen Mordsspaß.

Ich will auch Spaß. Badehose an und rein ins köstliche Nass!

10.7.10 17:31

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